Magnus (Maginold)

Namenstage: Magnus

Funktion: Heiliger, Benediktinerabt

Gedenktag: 6. September

Patronat: Füssen, Kempten, Allgäu; des Viehs; gegen Schlangenbisse, gegen Ungeziefer, Ratten und Mäuse; bei Augenleiden

Der Heilige Magnus (ursprünglich Maginold genannt) gehörte vermutlich dem Volk der Alamannen oder der Rätoromanen an und kam um 699 bei St. Gallen in der Schweiz zur Welt. Über sein Leben und Wirken gibt es kaum gesicherte Belege; die »Vita S. Magni«, verfasst von seinem Gefährten Theodor und wahrscheinlich im 11. Jahrhundert von einem Mönch in Ellwangen überarbeitet, schildert die Legenden um Magnus’ Wundertaten, die als Allegorien auf sein missionarisches Wirken verstanden werden können.
Vermutlich lebte Magnus längere Zeit als Einsiedler nahe dem Grab des Heiligen Gallus. Im Auftrag Wikterps, des ersten historisch belegten Bischofs von Augsburg, zog Magnus gemeinsam mit Theodor um 746 in das östliche Allgäu, um das Christentum zu verbreiten. Es ist anzunehmen, dass Magnus von Wikterp zum Priester geweiht wurde. Später ließ sich Magnus am Lech bei Füssen (Bayern) nieder, wo dank großzügiger Schenkungen des Frankenkönigs Pippin d. Jüngeren (714–768) im Laufe der Zeit ein großes Benediktinerkloster entstand, dessen erster Abt Magnus war. Schon zu Lebzeiten rankten sich zahlreiche Legenden um Magnus: So soll er etwa mit seinem Stab Schlangen und Raubtiere vertrieben haben, einem Blinden das Augenlicht wiedergegeben und sogar einen Drachen besiegt haben. Magnus verstarb an einem 6. September um das Jahr 772 in Füssen. Seine Gebeine wurden um 850 unter Bischof Lanto erhoben und in der Krypta einer Kapelle in Füssen beigesetzt, an deren Stelle heute die Magnus zu Ehren errichtete Kirche St. Mangen steht. Die Reliquien des Heiligen gelten seit dem 11. Jahrhundert als verschollen.

Darstellung: als Benediktinerabt im schwarzen Habit

Attribute: Kreuz; Stab, Drache, wilde Tiere

 

Quelle: Herder-Verlag

Dieser Text ist dem "Lexikon der Heiligen und Namenstage" entnommen. Albert Urban (Hg.), Herder-Verlag, Freiburg, 2010

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An der Autobahnkirche sehen wir viele Köpfe, die nach oben schauen, so wie hier an der Elia-Treppe. Das ist in einer Kirche zunächst nicht verwunderlich, denn wir sollen ja diesen Blicken folgen und selbst nach oben, zu Gott, schauen. Man könnte einwenden, dass Gott nicht da oben ist, aber wir verbinden in unserem Denken, dass Gott oben, im Himmel, zu finden sei. Deshalb müssen wir, um Gott zu finden, auch nach oben schauen. 
Doch wer nur nach oben schaut, kommt vom Weg ab, stolpert über einfache Hindernisse und stürzt, wie der Hans-Guck-in-die-Luft ins Wasser und ertrinkt erbärmlich. Wohin also schauen? Der ständige Blick nach unten auf das Smartphone ist genauso wenig hilfreich wie der Blick zum Himmel.