Wenn die Kirche ihr Zelt aufschlägt

12.05.2026 | Campingkirche lädt zu besonderen Ferienerlebnissen zwischen Zelt und Himmel ein

Freiburg. Urlaub bedeutet Erholung, Freiheit – und für viele auch Gemeinschaft. Doch wer auf dem Campingplatz unterwegs ist, rechnet nicht unbedingt mit Kirche. Genau hier setzt die Campingkirche der Erzdiözese Freiburg an: Mitten im Ferienleben schafft sie Orte der Begegnung, Kreativität und Spiritualität – offen, bunt und überraschend anders. Und das seit rund fünf Jahrzehnten. 
 
Im Gegensatz zur weit verbreiteten evangelischen Tradition der „Kirche unterwegs“ ist die Erzdiözese Freiburg bundesweit der einzig verbliebene katholische Träger und zeigt Präsenz an zwei Standorten: im Freizeitcenter Oberrhein bei Baden-Baden und auf dem Campingplatz Horn am Bodensee. Das runde Zelt mit weißem Dach und blauen Wänden ist ein lebendiger Treffpunkt für Familien, Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Hier findet das ganze Leben statt, es wird gesungen, gebastelt, gespielt, gefeiert und auch gebetet. 

Programm für Jung und Alt

Das geht schon am Vormittag los: Kaum ertönt die Musik, strömen Kinderscharen aus Zelten und Wohnwagen zur Campingkirche. Der Tag beginnt mit fröhlichen Kinderstunden voller Musik und Bewegung. Danach wird gebastelt, gespielt und gestaltet – altersgerecht vom Kindergartenkind bis zum Teenager, die sich mit beeindruckender Ausdauer an kreativen Wochenprojekten verewigen. Riesige Dekofiguren oder knifflige Geschicklichkeitsspiele sind das Ergebnis, an denen dann alle Camper jahrelang Freude haben.
 
Auch nachmittags bleibt es kreativ: Beim Batiken, Sägen, Malen oder Gestalten kommen Jugendliche, Familien und Erwachsene zusammen. Am Abend wird im Zelt erneut gesungen, bevor das „Sandmännchen“ mit Geschichten, Theater oder Kurzfilm für die Jüngeren den Tag abschließt. Teenager treffen sich beim Jugendhock zum Spielen, zu Nachtwanderungen oder zum Stockbrot am Lagerfeuer. Höhepunkte wie Kinderfeste oder Laternenumzüge sorgen für unvergessliche Ferienmomente.
 

„Urlaub mit Herz – Urlaub mit Gott“

Gleichzeitig bleibt das spirituelle Angebot bewusst niedrigschwellig: Morgenimpulse, Abendgebete und Familiengottesdienste laden ein, zur Ruhe zu kommen und neue Perspektiven zu gewinnen – ganz ohne erhobenen Zeigefinger. „Wir wollen keine Belehrung, sondern Begegnung“, heißt es aus dem Organisationsteam. Kirche wird hier als offenes Angebot verstanden, für das die Menschen in einer entspannten Urlaubssituation spürbar offener sind als im hektischen Alltag.
 
Ein besonderes Merkmal: Die Teams bestehen überwiegend aus Ehrenamtlichen, die ihren eigenen Urlaub investieren, um anderen eine gute Zeit zu ermöglichen. Sie leben als Camper unter Campern und bilden während der Einsatzzeit selbst eine Gemeinschaft, die sich Aufgaben wie Kinderstunde oder Küchendienst aufteilt. Viele bringen pädagogische oder soziale Erfahrung mit, doch entscheidend ist vor allem die Freude am Miteinander. Für junge Menschen, die etwa in der Erzieherausbildung sind, oder Studierende in pädagogischen Fächern ist die Campingkirche zudem eine anerkannte Praktikumsstelle – und ein Ort, an dem sie wertvolle Erfahrungen sammeln und über sich hinauswachsen können.
 
Die Campingkirche zeigt: Kirche kann auch leicht, fröhlich und alltagsnah sein. Sie begleitet Menschen im Urlaub, ohne sich aufzudrängen – und wird für manche sogar zur „Gemeinde auf Zeit“. So sind in den vergangenen Jahren nicht nur Freundschaften entstanden, sondern auch Taufen oder Hochzeiten gefeiert worden – mitten im Ferienparadies.
 

Kontakt und weitere Infos:

Gerne stellen wir Kontakt zu Interviewpartnern her, auch während des Einsatzes vor Ort. 
Träger der Campingkirche in der Erzdiözese Freiburg ist das
Erzbischöfliche Seelsorgeamt.  
Referat „Kirche in Tourismus und Freizeit“
Okenstraße 15
79108 Freiburg
 
E-Mail:            kift@seelsorgeamt-freiburg.de 
Telefon:          0761 / 5144-232
 
Internet:          www.ebfr.de/campingkirche 
Instagram:      campingkirche.ebfr
Facebook:       Campingkirche
 
(pef)
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Der ausgebrannte Prophet

Der Prophet Elia kann nicht mehr, er ist lebensmüde, ausgelaugt. Er ist mit seinem Auftrag an die Grenzen gegangen und ist ausgebrannt. Der Tod ist der einzige Ausweg, den er für sich noch sieht. So provoziert er seine Ermordung, er kann sich nicht selbst töten. Durch seine prophetische Tätigkeit hat er sich unbeliebt gemacht und viel Unmut auf sich gezogen. Aber was ist aus seinem Selbstvertrauen geworden? Elia ist immer sehr selbstbewusst aufgetreten und hat sich gegen König Ahab, Königin Isebel und die Priesterschaft am Tempel gestellt. Er war sich bewusst, dass er den Finger in offene Wunden legen wird und er hat das ja auch getan. Er wurde deshalb verfolgt, erhielt Morddrohungen, wurde gesellschaftlich geächtet. Nach heutigen Maßstäben ein Mobbing-Opfer par excellence. Aber das hatte er sich ja selbst zuzuschreiben. Jetzt wurde es ihm aber zuviel. Er will nur noch sterben.