Botschaft mutig verkünden und Menschenfischer sein

30.06.2026 | Weihbischof Dr. Birkhofer beauftragt Luisa Bucher zur Gemeindereferentin

Freiburg. Luisa Bucher setzt darauf, Glaubensschätze und -traditionen zu bewahren und sie in einer Weise zu leben, die zeitgemäß und lebendig ist. „Eine Aufgabe ist, sich mit der frohen Botschaft nicht zu verstecken, sie mutig in Wort und Tat zu verkünden und Menschenfischer zu sein.“ Die 28-jährige Neu-Wieslocherin, ursprünglich aus Hemsbach kommend, wird am Samstag, 11.07., von Weihbischof Dr. Peter Birkhofer zur Gemeindereferentin beauftragt. Sie arbeitet aktuell im Anerkennungsjahr in der Pfarrei St. Aegidius, St. Ilgen, Kirchengemeinde Wiesloch. Die Feier findet in der Kirche St. Jodokus in Gaggenau statt. Insgesamt neun Frauen und Männer werden als Gemeindereferentinnen, Gemeindereferenten, Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten beauftragt. 
 
Einen Schwerpunkt ihres Wirkens als Gemeindereferentin legt Luisa Bucher auf die Glaubenskommunikation und Neuevangelisierung. Unter anderem im Bereich der Jugendspiritualität möchte sie dazu beitragen, die Schönheit des katholischen Glaubens gemeinsam zu entdecken, zu vertiefen und zu erleben, um miteinander im Glauben zu wachsen. Für sie ist es wichtig, gemeinsam mit den Menschen den lebendigen Gott fragend und suchend zu entdecken. Kurz vor ihrem Abitur hatte Luisa Bucher die Bibel als spannendes Buch kennengelernt. Gleichzeitig suchte sie in einer schnelllebigen Welt nach Tiefe, dem „Mehr“ und nach dem, worauf es im Leben tatsächlich ankommt. Dies führte die 28-Jährige letztlich über ein Studium der Angewandten Theologie, Religionspädagogik und Sozialen Arbeit in Freiburg bis zur Beauftragung als Gemeindereferentin. Ihre Assistenzzeit absolvierte sie in der Seelsorgeeinheit Baden-Baden. 

Mit Selbstbewusstsein zur Schönheit des katholischen Glaubens stehen

Als Christinnen und Christen durch Authentizität, Überzeugung und Glaubenstiefe einen echten Unterschied in der Welt machen, sieht die 28-Jährige als eine zentrale Aufgabe an, die auf sie zukommt – „und Gott durch uns hindurch scheinen zu lassen, um so seine Größe in der Welt sichtbar werden zu lassen“. 
 
Ihr theologischer Ansatz und die Vision ihres pastoralen Handelns ist eine „ehrliche, selbstsichere und lebendige Kirche“. Durch diese könnten die Menschen Gott immer besser kennenlernen und Gottes Träume für ihr Leben entdecken, sich selbst aus dem liebenden Blick Gottes betrachten (lernen) – „und so Hoffnung, Freiheit, Heilung und persönliches Wachstum erfahren, wodurch ein erfülltes Leben, echte Freude und ein Aufblühen möglich ist und wird“. Dabei ist es Luisa Bucher auch wichtig, miteinander im Glauben zu wachsen und Jüngerschaft / Nachfolge zu leben, voneinander zu lernen und sich dabei gegenseitig zu inspirieren.     

Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten: Nahe bei den Menschen

Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten sind hauptamtliche Seelsorgerinnen und Seelsorger in katholischen Kirchengemeinden der Erzdiözese Freiburg. Sie haben eine mehrjährige theologische, religionspädagogische und gemeindepraktische Ausbildung absolviert und arbeiten gemeinsam mit anderen hauptberuflich pastoralen Diensten und ehrenamtlich Engagierten im Team einer Pfarrei. Zu ihren Aufgaben in der Pastoral gehören die Begleitung und Unterstützung der Ehrenamtlichen und die Vernetzung von Projekten und Initiativen. Dadurch gestalten sie gemeinsam mit anderen Kirchen und Gesellschaft vor Ort. 
 
Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten eröffnen Räume, in denen Menschen den Glauben miteinander teilen und mit dem eigenen Leben in Verbindung bringen können. Dies kann in der Einzelseelsorge und in der Arbeit mit Gruppen geschehen. Zum weiteren Aufgabenfeld gehören unter anderem der Religionsunterricht an Grund-, Real- und Werkrealschulen, die Trauerpastoral und Beerdigungen, die Leitung von Wortgottesfeiern, die Begleitung verschiedener Gruppen, sowie die Sakramentenkatechese, etwa die Vorbereitung auf die Erstkommunion oder die Firmung. Ihre Beauftragung haben die Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten gemeinsam mit den Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten in diesem Jahr unter die Leitworte „Angenommen in Liebe – Mutig voran“ gestellt.
 
(pef)
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Meldungen der Erzdiözese
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Gargolien

Wir kennen unzählige von ihnen und haben sie auch schon oft gesehen. Von alten gotischen Kathedralen blicken sie auf die Menschen in Form von Wasserspeiern, Brüstungen und als Zierwerk herab. Sie haben unterschiedliche Formen und Gestalten, mal halb Mensch, halb Tier, mal Teufel, mal mit einer dämonischen Fratze, mit Flügeln und aufgerissenen Mündern, zähnefletschend und scheinbar laut schreiend. Die Rede ist von Gargolien, die heute zwar beliebte Fotomotive sind, aber warum es sie gibt, ist weniger bekannt. Wir wundern uns darüber, was diese Früchte des Aberglaubens an einer Kirche verloren haben. Und in der Autobahnkirche taucht mindestens eine von diesen Gestalten in der Krypta auf. Grund genug, um über dieses Relikt abendländischer Geistesgeschichte nachzudenken. 
Die Menschen im Mittelalter und in der frühen Neuzeit hatten vor ihrer Umwelt Angst. Der Teufel trieb sein Unwesen, man musste sich hüten, nicht in seine Fänge zu geraten. Dämonen waren überall. Hinter jeder Ecke konnte der Verführer lauern und locken oder erschrecken. Göttliche Mächte standen mit den bösen in einem ständigen Kampf, die Seelen der Menschen sollten die Beute sein, das Leben der Menschen war der Kampfplatz.