Mit den Menschen nach neuen Wegen suchen

07.07.2026 | Weihbischof Dr. Birkhofer beauftragt Georg Zimmerer zum Pastoralreferenten

Freiburg. Georg Zimmerer will verstärkt mit und für Familien arbeiten. „Als besonders wirksam erlebe ich mich aktuell im Beerdigungsdienst“, wenn er Menschen in ihrer Trauer begleitet und während der Trauerfeier Trost spenden kann. Der 45-Jährige wird am Samstag, 11.07., von Weihbischof Dr. Peter Birkhofer zum Pastoralreferenten beauftragt. Georg Zimmerer arbeitet aktuell als Pastoralreferent im Anerkennungsjahr in der Katholischen Kirchengemeinde Karlsruhe St. Stephan. Die Feier findet in der Kirche St. Jodokus in Gaggenau statt. Insgesamt werden neun Frauen und Männer als Gemeindereferentinnen, Gemeindereferenten, Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten beauftragt.
 
Vor allem während seiner fortlaufenden Kursleitung im Benediktinerkloster Münsterschwarzach hat Georg Zimmerer gemerkt, dass seine persönliche Suche nach Gott und die gemachten Erfahrungen auch andere Menschen dazu ermutigt und inspiriert, eine persönliche Spiritualität zu entwickeln. „Die möchte ich beruflich noch mehr einbringen und damit etwas von meiner eigenen Berufung leben.“ 
 
Der 45-jährige Familienvater von zwei Kindern bringt vielfältige Erfahrungen mit: Nach einem Soziologie- und Theologiestudium in München und Freiburg folgte 2012 bis 2014 ein Pastoralkurs im Rahmen der Priesterausbildung. Danach wirkte er über zehn Jahre hinweg als Sozialarbeiter – zunächst in vollstationären Wohngruppen der Jugendhilfe, später in der ambulanten (sozialpädagogischen) Familienhilfe. Vor zwei Jahren erfolgte für den aus Oberkirch stammenden Theologen der Neueinstieg in die Berufseinführung zum Pastoralreferenten in der Seelsorgeeinheit Karlsruhe Hardt. 

Den Blick auf das Leben des Menschen richten

In den aktuellen gesellschaftlichen und kirchlichen Veränderungsprozessen will Georg Zimmerer mit Menschen nach neuen Wegen suchen, schildert er die anstehenden Aufgaben und Herausforderungen. Dabei gehe es darum, wie Glaube als relevant und tragfähig erlebt werden kann.
 
Ihm ist wichtig, in der Pastoral den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und die Menschwerdung Gottes ernst zu nehmen – „das heißt, in ganz menschlichen Vorgängen das Göttliche und göttliches Wirken zu entdecken und zu fördern. Anders gesagt: Eine Betonung der gegenseitigen Durchdringung von Natur und Gnade.“ Es geht dem 45-Jährigen darum, bei den Gottesdiensten und Angeboten, zunächst zu unterstützen, ehrlich und achtsam wahrzunehmen, wo sie stehen, welches Thema, welche Fragen die Seele gerade beschäftigen. „Und eher erst im zweiten Schritt dies in die Begegnung mit Gott bringen und nach Antworten suchen – sowohl in Gottes Wort und Sakrament, aber in vermittelnder Weise auch in zwischenmenschlichen Begegnungen und Erfahrungen.“ 

Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten: Theologie und Seelsorge

Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten sind hauptamtlich Mitarbeitende, die in allen Bereichen der Seelsorge und im Religionsunterricht eingesetzt werden. Sie haben ein Theologiestudium und eine dreijährige Berufseinführung absolviert und arbeiten zum Beispiel im Seelsorgeteam einer Pfarrei, in Sonderfunktionen oder der Bildungsarbeit. Sie bringen christliche Werte in sozialen, kulturellen, ethischen, wissenschaftlichen und schulischen Kontexten ein und gestalten gemeinsam mit anderen Kirche und Gesellschaft vor Ort. Seit 1976 hat dieser Beruf in der Erzdiözese Freiburg einen unverzichtbaren und bewährten Platz im Miteinander mit ehrenamtlich Engagierten und den verschiedenen pastoralen Diensten. Derzeit sind rund 232 Frauen und Männer als Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten in der Erzdiözese tätig. Ihre Beauftragung haben die Seelsorgerinnen und Seelsorger in diesem Jahr unter die Leitworte „Angenommen in Liebe – Mutig voran“ gestellt.
 
(pef)
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Kampf mit Gott

Die Ausgangslage schein klar zu sein: Wer sich anmaßt, mit Gott kämpfen zu wollen, wird verlieren! Es ist die Frage, ob man jetzt den Kampf sucht oder ob man herausgefordert wird. Im Buch Genesis lesen wir von Jakob, wie er diesen Kampf besteht: »23 Mitten in der Nacht stand Jakob auf und nahm seine beiden Frauen und die beiden Nebenfrauen und seine elf Söhne und brachte sie an einer seichten Stelle über den Jabbok; 24 auch alle seine Herden brachte er über den Fluss. 25 Nur er allein blieb zurück. Da trat ihm ein Mann entgegen und rang mit ihm bis zum Morgengrauen. 26 Als der andere sah, dass sich Jakob nicht niederringen ließ, gab er ihm einen Schlag auf das Hüftgelenk, sodass es sich ausrenkte. 27 Dann sagte er zu Jakob: »Lass mich los; es wird schon Tag!« Aber Jakob erwiderte: »Ich lasse dich nicht los, bevor du mich segnest!« 28 »Wie heißt du?«, fragte der andere, und als Jakob seinen Namen nannte, 29 sagte er: »Du sollst von nun an nicht mehr Jakob heißen, du sollst Israel heißen! Denn du hast mit Gott und mit Menschen gekämpft und hast gesiegt.« 30 Jakob bat ihn: »Sag mir doch deinen Namen!« Aber er sagte nur: »Warum fragst du?«, und segnete ihn. 31 »Ich habe Gott von Angesicht gesehen«, rief Jakob, »und ich lebe noch!« Darum nannte er den Ort Penuël. 32 Als Jakob den Schauplatz verließ, ging die Sonne über ihm auf. Er hinkte wegen seiner Hüfte.« (Genesis 32,23-32 Übersetzung Gute Nachricht)